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Veröffentlicht am 01.06.2015 von Andre Weller

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Audiopirat

Österreich – hach diese Ruhe. Wer würde diese Idylle schon stören wollen? Wir stellen euch heute einen Künstler vor, der etwas gegen diese Ruhe hat. Keinen Bock auf kommerzielle Techno- und Ravemusik? Audiopirat wird euch die Tunes um die Ohren knallen.

Tekno als eines seiner Lieblingsgenres

Nein, wir haben uns nicht verschrieben, es gibt einen Unterschied zwischen Tekno und Techno. Für die einen möge dieser Unterschied klar sein, für alle anderen kommt hier die Erklärung. Tekno ist eine Subkultur der Techno-Bewegung, die sich dennoch gegen die oben genannte kommerzielle Rave- und Techno-Bewegung stellt. Seit den 1990er-Jahren gab es immer wieder Techno-Fans, denen der ganze Hype und Aufschwung zu allgemein war, sprich: zu Mainstream.

Signifikant für diese Szene sind anonym geplante und spontan stattfindende Treffen und kleine Festivals.

Zwei Dinge sind mindestens genauso bedeutend für die Tekno-Szene wie das ,,Nicht-Mainstream-Sein“. Der erste Punkt sind Visualisierungstechniken. Feuershows, Laser und Spiralen kennzeichnen die Festivals. Besonders die Spirale ist überall anzutreffen, sei es auf den Kleidern, Buttons oder Flyern. Musiktechnisch gesehen ist diese Szene stark von hohen Geschwindigkeiten geprägt. 160 bis 190 bpm sind keine Seltenheit, um sich auch hier wieder von der grauen Masse abzuheben. Acid Techno, Goa, Gabber und Hardtek sind die beliebtesten Genres.

René als Audiopirat, der Name kann doch kein Zufall sein

Viele hören den Namen Audiopirat und denken an einen Jack Sparrow, der sein Schiff zum Wackeln und Beben bringt. Man kann allerdings die Auswahl des Namens auch aus einer anderen Perspektive sehen. Wieso wählte René die Figur des Piraten? Piraten galten früher als Rebellen, als Räuber und als ein wildes Volk. Genau so versucht sich die Tekno-Szene abzuheben. Rebellisch und unabhängig.

Leider stößt die Szene hier hin und wieder gegen das Gesetz, die spontanten Festivals sind oft nicht erlaubt. Doch die Szene bleibt weiter präsent, was auch an der Musik liegen mag.

Von HipHop zu Tekno – René’s Wandlung

Angefangen hat es für den 34 Jahre jungen René 1998. Der Wiener startete einst mit HipHop. Nach und nach zeichnete sich bis ins Jahr 2000 seine Vorliebe für Techno, Jungle und Scratch Beats ab. Jungle ist eine Stilrichtung, die sich durch schnell gebrochene Rythmen auszeichnet. Seine Techno-Einflüsse kennzeichnen seine elektronische Klangart. Die Liebe für Tekno zeigte sich vorallem ab dem Jahr 2000, als René anfing Teknopartys zu besuchen. Seit diesem Jahr sammelt er Teknoplatten und legt bei verschiedenen Events auf. Trotz seiner speziellen Vorliebe für Tekno sagte er uns in einem Kurzinterview, dass er alle Arten von Musik feiert.

Seine Schwerpunkte legt er trotzdem in Bereiche wie Acidcore, Hardtek, Tribecore und Frenchcore. Ab und an zieht ihn aber auch Chillstep in seinen Bann.

Audiopirat aktuell, das sind seine Werke

Seit 2001 macht René seine eigenen Beats. Diese sind, wie nicht anders zu erwarten, stark an Tribetek und Hardtek angelehnt. Wir haben uns seine aktuellen Tracks und Mixes auf seinem mixcloud-Account gegeben. René, wir erwarten Schadensersatz! Nicht weil uns die Tracks nicht gefallen, sondern weil wir nun neue Boxen und neue Ohren brauchen! Die knapp 200 bpm schellten uns um die Ohren wie ein Falke im Sturzflug.

Überfallartige Tracks knallen einen beinahe um, wie eine Lawine in den Tiefen der Berge.

Um das ganze Thema euch ein wenig sachlicher darzustellen möchten wir sagen, dass unsere Raver und Elektrofans nun den unten stehenden Link besser unberührt lassen. Hier bekommt man 90 Minuten Dauerbass mit elektronischem Flair vom Feinsten. Doch wir sind der Meinung, dass ihr euch selbst ein Bild davon machen solltet. Stellt eure Boxen laut, euren Bass auf Anschlag. Eltern haften für ihre Kinder, viel Spaß mit Audiopirat!

photocredit: https://www.facebook.com/299836506845219/photos

 

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